Ostermarschhälfte in Stuttgart 2014

Es war mir eine Bedürfnis, ein Zeichen gegen diese „neue aktive Außenpolitik“ Deutschlands zu setzen und so besuchte ich den Ostermarsch am 19.4.2014 in Stuttgart, allerdings nur den letzten Teil am Schlossplatz. Ich hatte auf mehr Teilnehmer gehofft, muss ich gestehen, sollte doch das Wiederaufleben der Ost-West-Konfrontation überwunden geglaubter Zeiten des Kalten Krieges große Teile der Bevölkerung sorgen. Aber offenbar ist diese Kriegsgefahr vielen noch zu abstrakt. Die Polizei sprach von 850 Teilnehmern, die Veranstalter von 1500.

Auch auf der Schlossplatz-Kundgebung selbst, spielten die Vorgänge um die Ukraine nur eine kleine Rolle. Die Rede von Ilse Kestin (IG Metall), von maschinenbedruckten DIN A4-Seiten holprig und bemüht abgelesen, war kaum geeignet, den Protestlern an diesem kühlen April-Tag ein zu heizen. Als sich dann noch heraus stellte, dass der US-Kriegsdienstverweigerer und Deserteur der US-Armee André Shepard nicht erscheinen würde, war ich etwas enttäuscht und verließ die Kundgebung bereits gegen drei Uhr.

Wirklich schade, dass  André Shepard nicht kam, denn seine Argumente finde ich sehr überzeugend, leider sind seine Chancen auf Asyl in Deutschland trotzdem sehr schlecht. Recht haben und Recht bekommen sind mal wieder zwei grundverschiedene Dinge.

Die Pressemitteilung vom Bundesausschuss Friedensratschlag und der Kooperation für Frieden, zur Ukraine-Krise, ist sehr um Ausgewogenheit bemüht: http://www.friedensnetz.de/texte/2014/20140418.shtml

Veröffentlicht unter Deutschland, NATO, USA

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