Nazis in die Armee!

In einem ist der Westen immer noch Spitze: in der Anzahl seiner Experten. Es gibt Experten für alle Fragen, so auch für ukrainischen Rechtsextremismus.

Anton Schechowzow ist so einer, er arbeitet am University College London (UCL).

Diese Rechten sind derzeit in der Armee besser aufgehoben, besser zu kontrollieren, als in der Politik, oder sozusagen frei laufend auf der Straße. Denn sie müssen in der Armee lernen, sich unter zu ordnen, sich zu benehmen.

Abgesehen davon, dass es ein hanebüchener Unsinn ist zu behaupten, man könne die extreme Rechte besser kontrollieren, indem man sie militärisch ausbildet und bewaffnet, verschweigt Schechowzow, dass diese Rechten oft in Milizen organisiert sind, die längst ein gruseliges Eigenleben entwickelt haben und von Kiew auch noch Geschenke bekommen. Darüber wird in diesem ARD-Beitrag im Anfangsteil selten offen berichtet:

In der letzten Hälfte darf dann Anton Schechowzow, sozusagen als Ausgleich für den kritischen Anfangsteil, die rechten Umtriebe verharmlosen. Sein Kommentar zu der Drohung des Anführers des Rechten Sektors, nach Kiew zu marschieren, um den stellvertretenden Innenminister gewaltsam aus dem Amt zu entfernen, wird von ihm wie folgt entschuldigend kommentiert:

Dieses Ultimatum sei lediglich eine emotionale Überreaktion gewesen, meint Anton Schechowzow. „Ja, es gibt Politiker die bezahlt werden, von den Russen, um Informationen weiter zu geben, Präsident Poroschenko weiß, dass er den stellvertretenden Innenminister tatsächlich entfernen muss, nicht weil der Rechte Sektor das fordert, sondern weil es Infos gibt, dass da etwas nicht stimmt mit ihm.

Ein richtiger Nazi-Versteher, könnte man meinen. Damit ist endgültig klar, wie und wo Schechowzow einzuordnen ist. Immerhin warnt der EXPERTE, dass rechtsextreme Paramilitärs sich irgend wann verselbständigen könnten. Irgend wann, so so. Im Moment ist es aber besser, sie zu bewaffnen. Westliche Logik.

 

 

Veröffentlicht unter Außenpolitik, Gesellschaft, Ukraine

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