Fallbeispiel Rumänien – Mission erfolgreich beendet!

 

Regime-Wechsel durch verdeckte Operationen der USA. Quelle: WIKIPEDIA. Ergänzt um Rumänien (dunkelorange).

Regime-Wechsel durch verdeckte Operationen der USA. Quelle: WIKIPEDIA. Ergänzt um Rumänien (dunkelorange). Große Ansicht durch Klick auf das Bild.

Ceaucescu-hingerichtet, aus einem Youtube-Screenshot.

Ceaușescu-hingerichtet, aus einem Youtube-Screenshot.

Vitali Klitschko warnte auf dem Maidan den zu diesem Zeitpunkt noch amtierenden Präsidenten der Ukraine, Wiktor Janukowitsch, vor dem selben Schicksal wie Ceausescu und Gaddafi [1].

Ein Dr. Taras Kuzio, der sich als Ukraine-Experte bezeichnet und nach eigener Darstellung in Kiew als „Head of Mission of the NATO Information and Documentation Centre“ diente [2a], stellte die Frage: „How will Yanukovych leave power? Walk away or dragged like Ceaușescu?„. Er kommt dann zu dem Schluss, dass die zweite Option wahrscheinlicher sei [2b].

Tatsächlich sieht man die Ereignisse in der Ukraine, die am Ende zu einem umstrittenen Umsturz in Kiew und zu der Krim-Krise führten, mit anderen Augen, wenn man sich mit den Hintergründen beschäftigt, die am Ende zur Exekution von Nikolai Ceaușescu und seiner Frau führten.

Dass wir dabei rückblickend auch einen Blick hinter den Vorhang werfen können, den man so als harmloser westlicher Medienkonsument zur damaligen Zeit nicht hatte, das haben wir einer ganz hervorragenden Arte-Dokumentation zu verdanken, an der Susanne Brandstätter fast drei Jahre lang gearbeitet hat:

Schachmatt – Strategie einer Revolution oder Fallstudie amerikanischer Politik

Wie fabriziert oder inszeniert man eine Revolution?

Über eintausend Menschen sterben im Dezember 1989, einer davon der Sohn von Jozsef und Ilona Kelemen. Ihr Sohn wurde von einem Scharfschützen mit einem Schuss in die linke Schläfe getötet, ein Zufallsopfer, als er stirbt ist Ceaușescu schon entmachtet. Ein kleines Detail eines kaltblütigen strategischen Spiels. Blutige Opfer sollen einer Revolution Glaubwürdigkeit verschaffen.

Von der 70ern zu den 80ern – vom guten Ceaușescu zum bösen Ceaușescu

Ceaucescu und Jimmy Carter, 1978. Wikimedia.

Ceaucescu und Jimmy Carter, 1978. Wikimedia.

Für seine Weigerung, sich an der Niederschlagung des Prager Frühlings zu beteiligen, wird Ceaușescu vom Westen in den 70er-Jahren mit günstigen Krediten belohnt. Das Land erlebt einen wirtschaftlichen Aufschwung.
In den 80er-Jahren drehte sich aber der Wind. Ab 1986 begann Gorbatschow den, unter dem Schlagwort Perestrojka bekannt gewordenen Prozess der Umgestaltung, des politischen und wirtschaftlichen Systems der Sowjetunion. Ceaușescu war gegen diese Perestrojka und manövrierte sich und sein Land zunehmend ins Abseits. Politisch und ökonomisch isoliert, erlebte Rumänien nun einen schmerzhaften wirtschaftlichen Niedergang. Ende 1989 steht schließlich die Neuordnung Europas an, mit der deutschen Wiedervereinigung.

„Deshalb war es wichtig, diejenigen aus dem Weg zu räumen, die diesen Prozess aufhalten und verhindern würden, unter anderem Ceaușescu. Also vom Standpunkt aus gesehen, dass die beiden Teile Europas wieder vereinigt werden sollten, hätte die Anwesenheit und Stimme von Diktatoren wie Ceaușescu den Prozess deutlich erschwert. Aus dieser Sicht waren die Wege erst geebnet, als er verschwunden war.“, so der damalige Ministerpräsident von Ungarn, Miklós Németh.

Wegen der großen ungarischen Minderheit und Gebietsansprüchen in Siebenbürgen, hatte Ungarn ein besonderes Interesse an seinem Nachbarn.
Aber eine noch viel mächtigere Nation hatte noch viel größere Pläne: die USA.

Ab Januar 1989 heißt der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, George H.W. Bush. Dieser war übrigens von 1976 bis 1977 Chef der CIA, im Kontext der inszenierten Rumänien-Revolution eine erwähnenswerte Randbemerkung. In Fragen der Sicherheit und der Außenpolitik wird der US-Präsident vom Nationalen Sicherheitsrat (National Security Council, NSC) beraten, zu dessen Aufgabe auch die Koordination von Militär und Aufklärung (CIA etc.) gehört.

Robert Hutchings war im NSC von 1989 bis 1992 für Europa zuständig. „Und es gab die Kalkulation, die Beurteilung, dass eine starke amerikanische Rolle in Europa vorteilhaft wäre, in jeder Hinsicht und dass diese Rolle sogar wichtiger als die Vereinigung Europas wäre, ja wichtiger als die Stärkung europäische Integration und jedenfalls wichtiger als das Ende der sowjetischen Bedrohung. Wir waren deshalb der Ansicht, dass die Wiedervereinigung Deutschlands und die Vereinigung Europas auf eine Weise verwirklicht werden könnte, die Amerikas führende Rolle in Europa sicher stellt, auch wenn diese Rolle evtl. abnehmen würde.“, so Hutchings in der Arte-Doku.

Eröffnung – den Boden vorbereiten

1. Analyse der gegnerischen Kräfte. Die Nachrichtendienste suchen nach Menschen, die genügend Glaubwürdigkeit und Einfluss besitzen, um das Land zum Nachteil des Regimes zu destabilisieren.

Eine solche Figur wurde im Falle Rumäniens, der Pastor Lászlo Tökés in Temeswar (Timișoara). Er gehörte der ungarischen Minderheit an. Als Pastor hatte er die gewünschte Glaubwürdigkeit und er konnte viele Menschen erreichen.

2. Provozieren des „revolutionären Funkens“, der die Massen auf die Straßen treibt.

Stelian Tanase, ehemaliger Dissident berichtet: „Ich war in Verbindung mit der Oxford-Group, mit der amerikanischen Botschaft, dem British Council, dem deutschen Botschafter in Bukarest, [stockt], Sie wollen zu viel wissen!“.
Das British Council ist offiziell, ähnlich dem deutschen Goethe-Institut, für das Knüpfen von kulturellen Kontakten im Ausland zuständig.
Geheimdienstler nehmen, oft als Diplomaten getarnt, Kontakt zu Dissidenten auf. Durch Vernetzung wird versucht, diesen Kräften zu einer größeren Wirkung zu verhelfen. Ein revolutionäres Klima wird vorbereitet.

Um Lászlo Tökés bekannter zu machen, sollte Dagobert Lindlau, damals ARD-Korrespondent, diesen interviewen. „Ein westlicher Nachrichtendienst hatte in der Tat Interesse daran und ich habe den starken Verdacht, begründeten Verdacht, dass dieser Nachrichtendienst sozusagen diesen Dissidenten in Rumänien mit dieser Methode zeigen wollte, dass sie Einfluss auf die Medien bei uns haben und was bei uns gesendet und ausgestrahlt wird“.

Lindlau lehnte ab.

Ein weiteres wichtiges Instrument dieser Frühphase war die Hungarian Human Rights Foundation (HHRF) mit Sitz in New York. Sie verfügte über Kontakte zu der ungarischen Minderheit in Rumänien und konnte so den Geheimdiensten Informationen liefern, die zur Stimmungsmache verwendet wurden. Lászlo Hámos rühmt sich in der Doku, welchen Wert diese Informationen hatten. Er organisierte und finanzierte einem kanadischen Filmteam ein Interview mit Pastor Tökés. Das Interview wurde dann im ungarischen Fernsehen ausgestrahlt und markierte – so Tökés – den Anfang vom Ende Ceaușescus.

Eine weitere wichtige Aktion zur Herbeiführung von Unzufriedenheit im Volk, ist die Förderung des wirtschaftlichen Niedergangs durch Verteuerung von Krediten, bzw., dadurch, dass man sie an Bedingungen knüpft, die das Regime schwächen. Im Falle Ceaușescus funktionierte dies prima, um sich von den Krediten unabhängig zu machen setzte er einen rigorosen Sparkurs um, der das Land nahezu schuldenfrei machte, aber das Volk verarmen ließ.

3. Die herrschende Regierung muss als verhasst, als ausgegrenzt und als freiheitsberaubend hingestellt werden. Eine Opposition wird  als Alternative ins Spiel gebracht, der man propagandistisch zu einem Ruf der Legitimität verhilft.

Charles Cogan, damals CIA-Chef in Paris, spricht von Konditionierung der Bevölkerung durch Propaganda. Dabei wird auch zu allen möglichen Mitteln der Täuschung gegriffen.

Hier kommt Radio Freies Europa (WIKI) ins Spiel, ein vom US-Kongress finanzierter Sender. Über diesen wurde damals in rumänischer Sprache Stimmungsmache betrieben. Heute (2014) bringt er, nebenbei bemerkt, sehr viele Informationen zur Ukraine, natürlich wieder in den entscheidenden Landessprachen.

Eine Geschichte, die in Rumänien zu diesem Zweck propagandistisch aufgebauscht lanciert wurde, war die von der „Zerstörung der Dörfer“, einer Dramatisierung des Programmes zur Systematisierung der Dörfer, wie es offiziell genannt wurde (WIKI).

Es wurde behauptet, 15 000 Dörfer sollten zerstört werden, vor allem der deutschen und ungarischen Minderheit.

„Es war nicht so, wie es der Westen es dargestellt hat. Der Westen wollte es so darstellen, als ob hier ganze Dörfer einer Bulldozerpolitik, wie man damals sagte, zum Opfer fielen und das war nicht der Fall. Gottlob sollte vollkommen flach gemacht worden sein, ich bin hin gefahren, Gottlob gab es nach wie vor. Dann bin ich zurück gefahren, da haben mir die Dissidenten gesagt, die haben nur gewartet, bis Sie weg sind, nun ist das Dorf nicht mehr, also fuhr ich ein zweites Mal hin, Gottlob war immer noch da.“, so ARD-Korrespondent Dagobert Lindlau.

Während im Westen die gezielte Informationspolitik fruchtete und Ceaușescu ein immer schlechteres Image bekam, blieb die Lage in Rumänien noch immer ruhig.

Kombination

[Minute 24:10]

The United States has been involved in and assisted in the overthrow of foreign governments (more recently termed „regime change“) without the overt use of U.S. military force. Often, such operations are tasked to the Central Intelligence Agency (CIA).. (WIKI-EN)

Für einen Regime Change, eingefädelt durch Geheimdienste, muss eine passende Alternative zum missliebigen Herrscher gesucht und aufgebaut werden.
Diese Person sollte vor allem berechenbar sein, denn mit eigensinnigen Figuren spielt man nicht gerne Schach. Einen solchen potentiellen Ceaușescu-Nachfolger fanden die Amerikaner in Ion Iliescu. Der Westen förderte dessen Popularität und baute ihn als Hoffnungsträger auf.

„Man muss eine Ersatzregierung haben, die dann an die Macht kommt und die muss dann, im Gegenzug, ihre Kader in der Bevölkerung platzieren, um diese zu beeinflussen. Wenn man die alte Infrastruktur zerstört, muss man sie durch etwas anderes ersetzen.“, Charles Cogan, CIA-Chef in Paris 1989.

„Wir haben ihnen eine Menge Hilfe angeboten, sogar Waffen und Munition. Wir haben versucht Schlüsselpersonen zu beeinflussen. In verschiedenen Abteilungen und Ministerien gelang es uns gute Leute zu finden, die auf raffinierte Weise in der Lage waren, andere Personen im rumänischen Regime zu unterstützen. Einige der Personen in Schlüsselpositionen sprachen fließend ungarisch, Stanculescu war damals General, er war im zentralen Planungsbüro und danach in einem wichtigen Ministerium, wo er mit der Wirtschaft zu tun hatte. Vor der Delegation sprach er natürlich kein Wort Ungarisch, aber fern der Abhörgeräte konnten wir vernünftig miteinander reden.“, Miklós Németh, Ministerpäsident von Ungarn 1989, in der Arte-Doku.

Für einen derartigen Regime Change sind ranghohe Dissidenten im Militär ein besonderer Glücksfall. Victor Atanase Stanculescu hatte noch den Vorteil, dass er, bevor es zum Umsturz kam, keine Kontakte zu oppositionellen Gruppen gehabt hatte, dadurch war er der Verschwörung nicht verdächtig.

Königsangriff

[Minute 34:17]

Sind die Vorbereitungen getroffen, braucht es noch den „zündenden Funken“, Ereignisse die eine Eskalation in Gang bringen, an deren Ende das herrschende Regime beseitigt wird.
Führen die von außen geschürten Destabilisierungen nicht zu dieser gewünschten Eskalation, so greifen die Geheimdienstler in die Kiste mit den „Dirty Tricks“.

Aktionen unter falscher Flagge und ausgebildete Provokateure spielen dabei eine zentrale Rolle. Außerdem eine aufgebauschte Berichterstattung in den Medien, die sich für eine solche Propaganda hergeben. Da investigativer Journalismus selten ist, haben es die Propagandaabteilungen meist leicht.

„Im November 1987 gab es eine ähnliche Bewegung, da niemand gestorben ist, beruhigten sich die Leute wieder. Und dann, bei der Wiederholgung [1989] hat man [CIA …] die Schlussfolgerung gezogen, dass bevor nicht genügend Menschen gestorben sind, bevor nicht genügend Blut geflossen ist, sich das Volk nicht erheben wird. Die Securitate hatte Informationen und ist auch gezielt in diesen westlichen Lagern eingedrungen. Es gab ein Lager in Deutschland, in Zirndorf, ein anderes in der Nähe von Wien, in Traiskirchen, eines in Budapest und ein weiteres in Ungarn in Bicske [?], 40 Kilometer in Richtung Österreich, in einer ehemaligen Kaserne. Hier wurden Leute in Guerilla-Techniken ausgebildet. Es wurden Einheiten ausgebildet, die Unruhen stiften sollten, um die Volksrebellion zum Ausbruch zu bringen. Obwohl diese Lager sich innerhalb Deutschlands, Österreichs und Ungarns befanden, waren die Ausbilder Amerikaner.“, Gheorge Ratiu, Chef des rumänischen Inlandgeheimdienstes 1989.

„Die Deutschen, die Amerikaner, in Österreich, im Süden von Deutschland und auch einige andere Länder, beteiligten sich daran und haben die richtigen Leute trainiert. Wir wussten zu diesem Zeitpunkt Bescheid und haben unseren Teil dazu beigetragen.“, Miklós Németh, damals Ministerpräsident von Ungarn.
Spezialeinheiten für unterschiedliche Einsatzzwecke werden ausgebildet und ins Land geschleust.

„In der Realität sieht es so aus, man schnappt sich jemanden und sagt ihm, hier ist ein M16 und so legt man das Magazin ein, so lädt man durch, so feuert man und so erschießt man jemanden. Oder: so nimmt man Zünder und Sprengstoff und jagt jemanden in die Luft.“, Robert Baer, ehemaliger CIA-Führungsoffizier.

An diesem heiklen Punkt bleibt die Arte-Doku vage und deutet nur an. Verständlich, so äußert Nilton Bearden, der 1989 Chef der CIA-Abteilung für Osteuropa war: „Ich weiß nicht was Sie gehört haben, ich will nicht sagen, dass das alles Unsinn ist, aber ich schlage vor, dass Sie da mit Vorsicht vorgehen“. Deutlicher muss man nicht werden, wenn man den Ruf der CIA hat.

Gehörten also auch Scharfschützen zu diesen Spezialeinheiten, die für den nötigen Blutzoll sorgen sollten, um den Funken zu zünden und den „Point of no Return“ herbei zu führen? Man muss es sich wohl so zusammen reimen.

Schachmatt

Man wird das führende Regime dazu zwingen, auf brutale Weise zu reagieren, damit die Opposition sich offenbart und sich die Massen in Bewegung setzen. Und genau zu diesem Zeitpunkt greift das befreundete Nachbarland ein, aus humanitären, aus politischen Gründen. Dann sorgen die Verbündeten für Stabilität, sie gewährleisten Sicherheit und erlauben endlich die Machtübernahme einer neuen Regierung, mit einem Staatschef, der von den Oppositionsleuten anerkannt wird.

„Es gab sowohl eine Palastrevolution, als auch eine semispontane Revolution auf der Straße.“, so Robert Hutchings, damals im United States National Security Council.

Der vor dem Volk flüchtende Herrscher

„Ich habe ihn davon überzeugt hinaus zu gehen, seinen Stützpunkt zu verlassen und ich habe ihn mit dem Hubschrauber heraus geholt. Als er mir befahl Truppen einzusetzen, um die Leute auseinander zu treiben, gab ich den Befehl, die Armee zurück zu ziehen.“, Victor Atanase Stanculescu, damals General.

Die Falle schnappt zu.

Stanculescu wird zur zentralen Exekutive des Regime-Wechsels. Er beruft das Militärgericht ein, plant die Festnahme und Exekution von Ceaușescu und seiner Frau Elena und lässt alles ausführen, so Dan Voinea, damals Militärstaatsanwalt.

Gezielt wird – auch nachdem die Ceaușescus exekutiert wurden – Terror und Chaos gestiftet, um ein Klima zu schaffen, um Komplizen des alten Regimes unschädlich zu machen, die Geschehnisse unumkehrbar zu machen, dem neuen Regime die Zeit zu geben, die Macht zu festigen und um der Revolution Glaubwürdigkeit zu geben.

„Diese Revolution in Südosteuropa hat es leichter gemacht, Rumänien war schon immer ein Außenseiter. Deutschland war auf dem Weg der Wiedervereinigung, es war die Entscheidung von George Bush und von Helmut Kohl und es wurde auch die von Michael Gorbatschow, obwohl er es nie richtig begriffen hat.“, Michael Bearden, CIA-Chef, Osteuropa 1989.

Es gab während des kalten Krieges die Befürchtung, dass Westdeutschland seine Verbindung mit dem Westen opfern und mit den Russen einen Geheimpakt schließen würde, um Deutschland wieder zu vereinen.

Catherine Durandin, Historikerin mit einer Spezialisierung auf Rumänien, erläutert die Motive. Die USA wussten, auch über ihre Aufklärung, dass Gorbatschow intern sehr schwach war und sie nicht viel Zeit hatten, um der Sowjetunion möglichst große Stücke zu entreißen, ohne ihn zu verschrecken. Es wurde eine langfristige Strategie der Ausdehnung des eigenen Einflusses angestrebt. Im Blick waren auch die Ölvorkommen im kaspischen Raum und die Neuordnung von Öl-Pipelines.

Mission accomplished

Die Doku endet mit der Erklärung der Notwendigkeit menschlicher Opfer, wie dem von Scharfschützen erschossenen Sohn von Jozsef und Ilona Kelemen, durch Personen, die gewohnt sind Menschen als Werkzeuge einzusetzen, im Dienste einer größeren Sache, wie sie es sehen.

Am 29. März 2004 trat Rumänien, zusammen mit Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, der Slowakei und Slowenien der NATO bei.

„Rumänien nahm an den NATO-Missionen in Bosnien und Herzegowina (SFOR) und dem Kosovo (KFOR) teil. Außerdem unterstützt die Armee die militärischen Operationen der Vereinigten Staaten in Afghanistan und dem Irak.“ (WIKI)

Am 1. Januar 2007 trat es unter Auflagen der Europäischen Union bei. Außer Rumänien konnten viele Staaten der ehemaligen Sowjetunion dem westlich-atlantischen Einflussbereich einverleibt werden.

Die Operation in Rumänien wurde ein großer Erfolg für die USA! Mission accomplished!

Siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/Covert_United_States_foreign_regime_change_actions

Die Wikipedia-Liste ist unvollständig!

Quellen

[1] http://www.theguardian.com/world/2014/jan/21/ukraine-vitali-klitschko-street-protests-corruption-interview

[2a] http://www.taraskuzio.net/

[2b] http://www.youtube.com/watch?v=7SaB4Y_EdFc

[3] http://www.youtube.com/watch?v=m7BEenUr6ZQ

Der Text stützt sich größtenteils auf die Dokumentation von Susanne Brandstätter.
Lizenz, soweit es meine Arbeit betrifft: CC BY 3.0 DE. Der Text darf unter diesen Bedingungen gerne kopiert und weitergegeben werden.

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Veröffentlicht unter Außenpolitik, Geheimdienste, NATO, Rumänien, USA
2 comments on “Fallbeispiel Rumänien – Mission erfolgreich beendet!
  1. Ruth sagt:

    Danke, lieber Herr Wirth, für die Verbreitung dieses Films.

    Parallelen zu den jetzigen Vorgängen in der Ukraine sind sicher nur ein Zufall…Sarkasmus aus.

    Auch sollten sich m.E. die Historiker/Politologen mehr mit der Rolle Gorbatschows bei der Zerschlagung der UdSSR und der sozial.Staaten auseinandersetzen.

    „…Gorbatschow vor der Amerikanischen Universität in Ankara 1999: “Als ich den Westen persönlich kennengelernt hatte, war meine Entscheidung unumkehrbar. Ich musste die gesamte Führung der KPdSU und der UdSSR entfernen. Ich mußte auch die Führung in allen sozialistischen Staaten beseitigen. Mein Ideal war der Weg der sozialdemokratischen Parteien….”
    http://www.kurt-gossweiler.de/index.php/gorbatschow/126-warum-rueckgriff-auf-die-zwiebel-gorbatschow-2
    http://www.kurt-gossweiler.de/index.php/gorbatschow

    Wie ein Großteil des russischen Volkes auf ihn zu sprechen ist, kann man hier nachlesen:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/todesmeldung-von-gorbatschow-loest-shitstorm-in-russland-aus-a-915614.html

    Sehr passend zum Thema auch diese Doku „Die Revolutionsprofis-die geplanten Regimstürze“:
    http://www.youtube.com/watch?v=svJY8U4xvcw

    MfG Ruth

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